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Zukunftskonferenz: Arbeit und Digitalisierung gemeinsam denken

Auf der internationalen Zukunfts­konferenz arbeit.digital diskutieren AK, ÖGB und die deutsche Friedrich-Ebert-Stiftung über künstliche Intelligenz (KI) und Digitalisierung in der Arbeitswelt.

Ute  Bösinger
11.02.2026

Kaum ein Arbeitsplatz, der künftig ohne künstliche Intelligenz (KI) oder digitale Werkzeuge auskommen wird. Aber KI bleibt für viele in Österreich noch ein unsicheres Terrain.

Laut Statistik Austria vom Mai 2025 schätzt die überwiegende Mehrheit der Menschen in Österreich (73 Prozent) ihr eigenes Wissen über KI als gering oder nicht vorhanden ein. Nur rund ein Drittel steht der zunehmenden gesell­schaftlichen Nutzung von KI positiv gegenüber.

Im Arbeitsleben sehen 43 Prozent der Erwerbs­tätigen Potenzial für ihren Arbeitsalltag. Die Sorge, durch KI im eigenen Job ersetzt zu werden, plagt mehr als jeden Zehnten (13 Prozent). Gleichzeitig geht die Digitalisierung der Arbeitswelt mit Riesen­schritten voran. Erste Ansätze zur Regulierung hat der „AI Act“ der EU Anfang 2025 gemacht.

Auf der Zukunftskonferenz mitdiskutieren

Die Zukunftskonferenz arbeit.digital wirft in drei Tagen vom 18. bis 20. März 2026 einen umfassenden, internationalen Blick auf die Entwicklung von KI und Digitalisierung in der Arbeits­welt. Betriebsrät:innen und Personal­vertreter:innen sind herzlich eingeladen, teilzunehmen.

Es geht einerseits um „Europas digitale Souveränität“: Wie können neue Schlüssel­technologien und Infrastrukturen Europas wirtschaftliche Handlungs­fähigkeit sichern?

Außerdem diskutiert werden „betriebliche Realitäten und Gestaltungs­spielräume“: Digitalisierung und KI verändern den Arbeitsmarkt, Berufsbilder und die Qualifikationsprofile. Beispiele aus der Praxis von Unternehmen und der Betriebs­ratsarbeit zeigen, wie neue Technologien angewendet und mitgestaltet werden können.

Vorträge und Workshops

Ergänzend werden die „Rahmen­bedingungen für techno­logische Innovation“ beleuchtet: Die Regulierung und Steuerung digitaler Technologien braucht eine Auseinander­setzung mit einem Digital-Rechtsrahmen. Dieser muss helfen, die Potenziale digitaler Technologien zu heben, die Rechte der Beschäftigten zu wahren und in der Durchsetzung zu stärken.

Am ersten Tag stehen hoch­karätige Vorträge mit internationalen Perspektiven auf dem Programm. Am zweiten Tag folgen interaktive Workshops. Der dritte Tag bietet Vorträge zur Gewerkschafts- und Arbeit­nehmer:innen­perspektive und eine zusammen­fassende Podiums­diskussion. Dabeisein lohnt sich also.


gut zu wissen

arbeit.digital Zukunftskonferenz ...

... von AK, ÖGB und Friedrich-Ebert-Stiftung

Wann? 18. bis 20. März 2026

Wo? AK Wien Bildungszentrum, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien

Hier geht’s zur Anmeldung. Anmeldeschluss ist der 28.2.2026.


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