Superhelden kennen wir aus dem Kino: Sie können fliegen, klettern Wände hoch, retten Menschen und besiegen Bösewichte. Aber es gibt auch andere, leise Held:innen. Menschen, die still Verantwortung übernehmen und sich für ihre Mitmenschen einsetzen. Im Betrieb tragen sie sperrige Titel wie „Brandschutzwart:in“, „Ersthelfer: in“ oder „Sicherheitsvertrauensperson“. Sie sorgen dafür, dass ihre Kolleg:innen sicher, gesund und unfallfrei arbeiten können.
Sicherheitsvertrauenspersonen (SVP), Ersthelfer:innen und Brandschutzwart:innen sind für die Gesundheit und Sicherheit im Betrieb im Einsatz.
Sicherheitsvertrauenspersonen (SVP) werden manchmal als „kleine Betriebsrät:innen“ bezeichnet, weil sie die Beschäftigten in Fragen der Sicherheit beraten und als Ansprechpersonen zur Verfügung stehen. Betriebe mit mehr als zehn Arbeitnehmer:innen benötigen Sicherheitsvertrauenspersonen. Die SVP wird von der Geschäftsleitung für vier Jahre bestellt und vom Betriebsrat bestätigt.
Zum Aufbau des notwendigen Fachwissens absolvieren sie eine dreitägige Grundausbildung. Im Arbeitsalltag achten sie auf mögliche Gefahren im Betrieb. Manchmal sind es Kleinigkeiten: ein Kabel, über das man stolpern kann, eine schlecht beleuchtete Stufe oder eine Glastür, die nicht richtig gekennzeichnet ist.
Ersthelfer:innen werden ebenfalls vom Arbeitgeber bestellt und sie sind da, wenn jemand Erste Hilfe nach einer Verletzung benötigt, kollabiert oder die Rettung gerufen werden muss. Dazu haben sie eine 16-stündige Ausbildung bei einer Rettungsorganisation absolviert.
Brandschutzwart:innen wiederum sorgen nach einer sechsstündigen Ausbildung dafür, dass im Brandfall alle das Betriebsgelände so rasch wie möglich verlassen und niemand zu Schaden kommt. Wenn der Alarm losgeht, zählt jede Minute. Brandschutzwart: innen kennen die Fluchtwege und das Leitsystem eines Gebäudes in- und auswendig. Sie sorgen dafür, dass im Brandfall niemand zu Schaden kommt.
Für Betriebsräte sind all diese Personen wichtige Partner:innen. Sie liefern wertvolle Hinweise aus dem Arbeitsalltag: Wo gibt es Gefahrenstellen? Welche Schutzmaßnahmen funktionieren oder wo braucht es noch Verbesserungen? Eine gute Zusammenarbeit hilft beiden Seiten. Auch wenn sie keine Superkräfte haben: Die „Betriebsheld:innen“ machen Arbeitsplätze jeden Tag ein Stück sicherer und erkennen Probleme frühzeitig.