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Sicherheitsvertrauensperson und Co: Held:innen am Arbeitsplatz

Sie evakuieren im Brandfall, leisten Erste Hilfe und achten auf eine sichere Arbeits­umgebung: Die stillen Held:innen im Betrieb sorgen für Schutz und Gesundheit ihrer Kolleg:innen.

Christine  Newald
28.04.2026


Superhelden kennen wir aus dem Kino: Sie können fliegen, klettern Wände hoch, retten Menschen und besiegen Bösewichte. Aber es gibt auch andere, leise Held:innen. Menschen, die still Verantwortung übernehmen und sich für ihre Mitmenschen einsetzen. Im Betrieb tragen sie sperrige Titel wie „Brand­schutzwart:in“, „Erst­helfer: in“ oder „Sicherheits­vertrauensperson“. Sie sorgen dafür, dass ihre Kolleg:innen sicher, gesund und unfallfrei arbeiten können. 

Wer sorgt für Sicherheit im Betrieb?

Sicherheits­vertrauens­personen (SVP), Erst­helfer:innen und Brand­schutzwart:innen sind für die Gesund­heit und Sicher­heit im Betrieb im Einsatz.

Sicherheitsvertrauenspersonen: Aufgaben im Betrieb

Sicherheits­vertrauens­personen (SVP) werden manchmal als „kleine Betriebsrät:innen“ bezeichnet, weil sie die Beschäftigten in Fragen der Sicherheit beraten und als Ansprech­personen zur Verfügung stehen. Betriebe mit mehr als zehn Arbeit­nehmer:innen benötigen Sicherheits­vertrauens­personen. Die SVP wird von der Geschäfts­leitung für vier Jahre bestellt und vom Betriebsrat bestätigt.

Zum Aufbau des notwendigen Fachwissens absolvieren sie eine dreitägige Grund­ausbildung. Im Arbeitsalltag achten sie auf mögliche Gefahren im Betrieb. Manchmal sind es Kleinigkeiten: ein Kabel, über das man stolpern kann, eine schlecht beleuchtete Stufe oder eine Glastür, die nicht richtig gekennzeichnet ist. 

Ersthelfer:innen: Pflichten und Ausbildung

Ersthelfer:innen werden ebenfalls vom Arbeitgeber bestellt und sie sind da, wenn jemand Erste Hilfe nach einer Verletzung benötigt, kollabiert oder die Rettung gerufen werden muss. Dazu haben sie eine 16-stündige Ausbildung bei einer Rettungs­organisation absolviert. 

Brandschutzwart:innen: Rolle im Unternehmen

Brandschut­zwart:innen wiederum sorgen nach einer sechsstündigen Ausbildung dafür, dass im Brandfall alle das Betriebsgelände so rasch wie möglich verlassen und niemand zu Schaden kommt. Wenn der Alarm losgeht, zählt jede Minute. Brandschutzwart: innen kennen die Fluchtwege und das Leitsystem eines Gebäudes in- und auswendig. Sie sorgen dafür, dass im Brandfall niemand zu Schaden kommt. 

Wichtig für den Betriebsrat

Für Betriebsräte sind all diese Personen wichtige Partner:innen. Sie liefern wertvolle Hinweise aus dem Arbeitsalltag: Wo gibt es Gefahren­stellen? Welche Schutz­maßnahmen funktionieren oder wo braucht es noch Verbesserungen? Eine gute Zusammen­arbeit hilft beiden Seiten. Auch wenn sie keine Superkräfte haben: Die „Betriebs­held:innen“ machen Arbeitsplätze jeden Tag ein Stück sicherer und erkennen Probleme frühzeitig. 

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