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Weitblick

AK Leistungsbilanz 2025:
Im Einsatz für Gerechtigkeit

948 Millionen Euro für die Mitglieder erreicht, 2,3 Millionen Beratungen durchgeführt: Die Leistungs­bilanz 2025 belegt, wie stark die Angebote der Arbeiter­kammer nachgefragt werden.

Andreas  Rauschal
27.02.2026
in diesem Artikel



    in aller kürze

    AK Leistungsbilanz 2025

    • Die Arbeiterkammer ist Interessenvertretung und Servicepartnerin für rund vier Millionen Beschäftigte in Österreich.

    • AK Leistungen: Mitglieder erhalten kostenlose Rechtsberatung, Unterstützung bei Kündigung, Hilfe bei Lohnforderungen, Vertretung bei Gericht und vieles mehr.

    • 2025 holte sie insgesamt 948 Millionen Euro für ihre Mitglieder zurück.

    • Österreichweit führte die AK rund 2,3 Millionen Beratungen durch, vor allem in den Bereichen Arbeits-, Sozial- und Insolvenzrecht.

    Ein kräftiges Plus in Zahlen muss nicht immer nur erfreulich sein. So hat die Arbeiterkammer im Jahr 2025 rund 948 Millionen Euro für ihre Mitglieder erreicht und kann damit auf eine stattliche Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem Jahr 2024 verweisen. 

    Allerdings ist die Leistungs­bilanz damit auch „ein Spiegel der wirtschaft­lichen Lage“, wie AK Direktorin Silvia Hruška-Frank festhält – und erklärt: „Wenn Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Situation Beschäftigte abbauen, wenn der Arbeits­druck so enorm wird, dass die Menschen krank werden oder wenn Betriebe in die Insolvenz schlittern, dann macht sich all das in unseren Zahlen bemerkbar.“

    Service und Beratung für Beschäftigte

    Diese Zahlen bedeuten außerdem: Volle Wartezonen, glühende Telefon­leitungen und prall gefüllte Mailboxen in den Beratungsstellen. 2,3 Millionen Beratungen haben die Arbeiter­kammern in ganz Österreich im Jahr 2025 durchgeführt, der Großteil davon wie gewohnt in den Bereichen Arbeits-, Sozial- und Insolvenzrecht. Mehr als zwei Jahre Rezession bei gleichzeitig hoher Inflation haben ihre Spuren hinterlassen.


    Renate Anderl, AK Präsidentin © Sebastian Philipp
    Renate Anderl, AK Präsidentin © Sebastian Philipp

    Wo wir sind, ist Hilfe. Wo wir sind, ist Gerechtig­keit.


    AK Präsidentin Renate Anderl  

    Die Arbeiterkammer ist die starke Partnerin an der Seite von vier Millionen Beschäftigten in Österreich – in Praxis und Theorie, in der Beratung und in der Interessen­politik, im Service für Arbeitnehmer:innen und in der Einflussnahme auf die Regierung. Gemeinsam mit den Gewerkschaften sowie den Betriebsrats­mitgliedern und Personal­vertreter:innen setzt sie sich für die Rechte der Vielen ein. 

    Der Belegschafts­vertretung kommt dabei eine besondere Aufgabe zu: Sie bekommt volle Rückendeckung durch die Arbeiterkammer und erfüllt ihrerseits eine wichtige Multiplikator:innenrolle. Betriebsratsmitglieder und Personalvertreter:innen können Beschäftigten Orientierung bieten, auf das umfangreiche Beratungs- und Serviceangebot der Arbeiterkammer hinweisen und als Erstanlaufstelle im Betrieb direkte Unterstützung leisten.

    Gegen die Abzocke

    Informieren können Belegschaftsvertreter:innen aber auch über Leistungen der Arbeiterkammer, die nicht unmittelbar mit der Arbeitswelt zu tun haben. Oder wie es AK Präsidentin Renate Anderl etwa in Hinblick auf den Konsument:innen­schutz oder Mieter:innen­rechte formuliert: „Wir müssen gut und breit aufgestellt sein, denn unsere Expert:innen bekommen es mit einer Vielzahl an Problemen zu tun.“

    So erzielte die Arbeiter­kammer im Jahr 2025 etwa auch Erfolge für ihre Mitglieder, wenn es um unzulässige Kreditbearbeitungsgebühren oder die sogenannte „Parkplatzabzocke“ ging: Betroffene Kund:innen der Santander Consumer Bank und der BAWAG P.S.K. bekamen insgesamt Beträge in hoher zweistelliger Millionen­zahl zurück – im Kampf gegen Parkplatz­abzocke hat die AK sogar eine gesetzliche Änderung erreicht, die das zweifelhafte „Geschäftsmodell“ nun deutlich weniger lukrativ macht. 

    WEBtipp

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    AK Leistungsbilanz 2025

    Alle Informationen rund um die AK Leistungsbilanz 2025 gibt es online.

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    Aber auch unerlaubte Vertragsklauseln zu Betriebskosten wurden erfolgreich eingeklagt. Mieter:innen der AMISOLA Immobilien AG erhielten insgesamt bis zu 1,28 Millionen Euro an unrechtmäßig verrechneten Betriebskosten zurück – das sind im Schnitt rund 2.500 Euro je Haushalt. 

    Arbeitsmarkt und Pensionen

    Dass der Andrang bei den Beratungen im Jahr 2026 voraussichtlich nicht zurückgehen dürfte, hat der AK Präsidentin zufolge auch einen Grund: „Es ist vor allem die Lage auf dem Arbeitsmarkt, die weiter angespannt bleibt und die uns Sorgen bereitet. Denn das Konjunktur­pflänzchen ist zart und die Früchte werden erst verzögert am Arbeitsmarkt ankommen.“

    Dem Arbeitsmarkt kommt somit auch im laufenden Jahr die volle Aufmerksamkeit zu – Forderungen und Konzepte der Arbeiterkammer beinhalten eine Qualifizierungs- und Weiterbildungs­offensive, endlich Fairness für Teilzeit­arbeitende sowie ausreichende Mittel für das AMS.

    Zentrale Playerin im Kampf für Beschäftigtenrechte

    Im Bereich der Pensionen gilt es, Maßnahmen für ältere Beschäftigte zu setzen, anstatt ein höheres gesetzliches Pensions­antritts­alter zu fordern. Betriebe, die diese gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen, sollen unterstützt werden – wer keine älteren Mitarbeiter:innen beschäftigt, soll hingegen einen Ausgleichsbetrag leisten.

    „Wo wir sind, ist Hilfe. Wo wir sind, ist Gerechtigkeit“, sagt Renate Anderl. Sie fasst damit nicht nur die AK Leistungsbilanz für das Jahr 2025 zusammen, sondern unterstreicht auch die Bedeutung der Arbeiter­kammer als zentrale Playerin im Kampf für Beschäftigtenrechte.

    factbox

    5 Zahlen zur AK Leistungsbilanz 2025

    1. 948.000.000 Euro für die Mitglieder erreicht

    2. 16.884.000 Aufrufe der Online-Rechner

    3. 7.153.000 Euro an Bildungsgutscheinen ausbezahlt

    4. 4.660.000 Ratgeber versendet oder heruntergeladen

    5. 2.316.000 Beratungen durchgeführt


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