Tschüss mit ü – oder doch eher Ciao mit au? Die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses ist ein heikler Moment, denn sie ist häufig mit emotionalem Stress verbunden. Überrumpelt weiß man womöglich gar nicht, was im Arbeitsvertrag steht oder welche Rechte man hat.
Ein neuer Ratgeber schafft Abhilfe: „Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Frage und Antwort“ von Susanne Haslinger erklärt die verschiedenen Arten der Beendigung, welche Fristen und Termine einzuhalten sind, welche Ansprüche bestehen und vieles mehr in gut verständlicher Weise.
Gerade für Betriebsrät:innen, die oft in der Vermittlungsrolle stehen, ist das Buch eine interessante Fachlektüre: Es vermittelt praxisnahes Wissen und ermöglicht, Kolleg:innen in schwierigen Situationen kompetent zu unterstützen – denn Aufklärung ist die beste Medizin dagegen, über den Tisch gezogen zu werden.
Wir verlosen drei Exemplare. Schick uns ein E-Mail an aktuell@akwien.at mit dem Betreff „Beendigung“ sowie Namen und Postadresse. Die Gewinner:innen werden per E-Mail verständigt.
Einsendeschluss: 16. Juni 2026
Susanne Haslinger. ÖGB-Verlag Wien 2026, 106 Seiten, 36,00 Euro. ISBN: 978-3-99046-738-1
Sie sollte keinesfalls einfach unterschreiben. Geht die Initiative zu einer einvernehmlichen Lösung vom Arbeitgeber aus, verspricht er sich meist einen Vorteil davon. Solche Vorschläge sollten eingehend geprüft werden, am besten mit professioneller Hilfe von Gewerkschaften oder AK.
Die Einhaltung falscher Fristen oder Termine sowie das Übersehen von Verpflichtungen, die mit der Kündigung entstehen – wie die Rückzahlung von Ausbildungskosten, Konkurrenzverbote etc.
Betriebsrät:innen sind eine wichtige Instanz im Betrieb, um Gespräche mit dem Arbeitgeber zu suchen, bevor die Fronten verhärten – egal, ob es darum geht, eine Entlassung abzuwenden oder eine falsche Endabrechnung zu korrigieren. Eine zentrale Rolle spielt der Betriebsrat auch beim Anfechten einer Kündigung bei Gericht.
Susanne Haslinger ist Juristin, Leiterin der Grundlagenabteilung der Gewerkschaft PRO-GE und Autorin.