AK Präsidentin Renate Anderl (li.) und AK Wien Bereichsleiterin Soziales Ines Stilling (am Pult neben ihr) fordern bei einer Pressekonferenz vor dem Bundeskanzleramt faire Arbeitsbedingungen für Teilzeit-Beschäftigte. © Lisi Specht © Lisi Specht


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AK Teilzeit-Petition an Bundesregierung übergeben

36.223 Personen haben die „Mehr Respekt für Teilzeit“-Petition der Arbeiterkammer unterschrieben – am Mittwoch wurde sie der Bundesregierung überreicht. 

Redaktion  AKtuell
08.07.2026

   

   






AK Präsidentin Renate Anderl (4. v. li.) übergibt gemeinsam mit den AK Wien Vizepräsident:innen Mario Ferrari (1. v. li), Erich Kniezanrek (2. v. li.) und Elfriede Schober (1. v. re.) die Teilzeit-Petition an Vizekanzler Andreas Babler (2. v. re.) und Sozialministerin Korinna Schumann (3. v. li.) © Lisi Specht  © Lisi Specht
AK Präsidentin Renate Anderl (4. v. li.) übergibt gemeinsam mit den AK Wien Vizepräsident:innen Mario Ferrari (1. v. li), Erich Kniezanrek (2. v. li.) und Elfriede Schober (1. v. re.) die Teilzeit-Petition an Vizekanzler Andreas Babler (2. v. re.) und Sozialministerin Korinna Schumann (3. v. li.) © Lisi Specht

Rund 1,4 Millionen Menschen in Österreich arbeiten Teilzeit – und das meist nicht aus freien Stücken: Betreuungspflichten, Ausbildung oder fehlende Vollzeitstellen sind die Hauptgründe dafür. Für die Betroffenen bedeutet das: geringeres Einkommen, schlechtere Aufstiegs-Chancen, später oft auch eine niedrigere Pension – und mitunter den Vorwurf, keine vollwertige Arbeit zu leisten (Stichwort „Lifestyle-Teilzeit“).

Um nicht nur mehr Respekt, sondern auch mehr Rechte für Teilzeit-Beschäftigte zu erreichen – konkret: Zuschläge ab der ersten Stunde Mehrarbeit, gleiche Zuschläge wie bei Vollzeit sowie einen Rechtsanspruch auf Aufstockung der Arbeitszeit, wenn Beschäftigte über längere Zeit regelmäßig mehr arbeiten –, hat die Arbeiterkammer Ende April eine Petition gestartet. AKtuell hat berichtet und das Thema nicht zuletzt mit Betriebsrätin Karin Samer von den Kinderfreunden beleuchtet.



„Ferienheft“ für die Bundesregierung

Eine aktuelle IFES-Umfrage bestätigt die Forderungen der Arbeiterkammer übrigens: 61 Prozent der Befragten sind dafür, dass Teilzeit-Beschäftigte die gleichen Zuschläge wie Vollzeit-Beschäftigte erhalten. Außerdem lehnen 81 Prozent das Teilzeit-Bashing ab – weitere 87 Prozent geben an, dass viele Teilzeitbeschäftigte deshalb stundenreduziert arbeiten, weil es aufgrund von Kinderbetreuung, Ausbildung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht anders möglich ist.

Betriebsratsmitglieder sind die Erstansprechpartner:innen der Beschäftigten vor Ort. Sie können beraten, informieren, vermitteln und für die Rechte der Belegschaft eintreten – so auch geschehen im Zuge der Teilzeit-Petition, die von Belegschaftsvertreter:innen aktiv geteilt und beworben wurde.

Am Mittwoch schließlich erhielten Vizekanzler Andreas Babler und Sozialministerin Korinna Schumann die Ergebnisse. Übergeben wurde die Petition von AK Präsidentin Renate Anderl und den AK Wien Vizepräsident:innen Mario Ferrari, Erich Kniezanrek und Elfriede Schober. Gleichzeitig bekam die Bundesregierung ein „Ferienheft“ mit in den Sommer, das die zentralen Forderungen für faire Teilzeitarbeit und die notwendigen nächsten Schritte zusammenfasst. Die Unterlagen wurden außerdem an Bundeskanzler Christian Stocker und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger verschickt, die bei der Übergabe nicht anwesend waren.

36.223 Personen haben die Forderungen der AK unterstützt. Unser herzlicher Dank gilt den Unterzeichnenden sowie allen Belegschaftsvertreter:innen, die im Kampf um mehr Rechte für Teilzeit-Beschäftigte nicht lockergelassen haben – und auch weiterhin am Ball bleiben werden!

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Das war die AK Teilzeit-Petition

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Petition: Mehr Respekt für Teilzeit | AK Wien