Vor der Mondlandung in den 1960er-Jahren gebaut, in den 1980er-Jahren saniert, heute hoffnungslos veraltet: Die Technisch Gewerbliche Abendschule (TGA) in der Wiener Plößlgasse im 4. Bezirk war für das Lernen im vergangenen Jahrhundert gebaut worden. Deshalb wird die TGA bis 2030 durch ein neues, modernes Bildungshaus, das YOCA (kurz für Youth Campus), ersetzt.
AK Direktorin Silvia Hruška-Frank: „Mit dem neuen Bildungshaus stärkt die AK junge Arbeitnehmer:innen. Der Arbeitsmarkt verändert sich rasant. Im YOCA wird es Berufsorientierung und attraktive Lernangebote geben.“ Damit leistet die AK ihren Beitrag zur Sicherung von Fachkräften. „Das neue Haus wird aber auch eine Schule der Mitbestimmung sein, in der junge Arbeitnehmer:innen zum Engagement, etwa in der Belegschaftsvertretung, angeregt werden“, so die AK Direktorin.
Für die Gewerkschaften wird das YOCA vielfältige Möglichkeiten bieten, ihre Jugendaktivitäten zu präsentieren, etwa Berufswettbewerbe in modernem Umfeld oder Ausstellungen zu gewerkschaftlichen Themen.
Die Arbeitswelt wird immer digitaler – und lebenslanges Lernen immer wichtiger für die Fachkräfte von morgen. Dafür bietet das neue Bildunghaus moderne Medienlabore und klassische Werkstätten, Ausstellungsflächen, Vortragsräume oder Platz für Ferienkurse und Workshops auf rund 13.500 Quadratmetern Nutzfläche, etwa 4.300 Quadratmeter mehr als die veraltete TGA. Das neue Gebäude wird so flexibel errichtet, dass es auch in den kommenden Jahrzehnten die besten Bedingungen für moderne Bildungsarbeit bietet.
„Der Arbeitsmarkt verändert sich rasant. Im YOCA wird es Berufsorientierung und attraktive Lernangebote geben.“
Silvia Hruška-Frank, AK Direktorin
Schon heute bietet die AK Wien im Programm „Arbeitswelt und Schule“ jährlich Workshops für mehr als 25.000 Schüler:innen an. Weitere 5.000 Besucher:innen kommen jedes Jahr zur Bildungs- und Berufsinfomesse L14 der AK. Im neuen Bildungshaus wird dieses Angebot deutlich erweitert.
Im Jahr 2030 soll das YOCA fertig sein. Dann werden fast 400.000 junge Wiener:innen zwischen 15 und 30 Jahren in Wien leben. Jugendliche und junge Erwachsene sind mit Krisen aufgewachsen: Corona, Kriege, Preissteigerungen und Klimawandel. „Wir stehen immer, aber ganz besonders in Krisenzeiten, an der Seite unserer Mitglieder und stärken mit dem Neubau künftige Generationen“, so Hruška-Frank.