Grafik Teuerung - Mann schiebt vollen Einkaufswagen hinauf © Nuthawut - stock.adobe.com


Kommentar

Inflation: Ein gutes Leben für die Vielen

Von der Politik braucht es mehr Maß­nahmen gegen die Inflation, von Seiten der AK und des ÖGB gibt es Unter­stützung. Ein Kommentar von AK-Präsidentin Renate Anderl.

Renate  Anderl
08.06.2026


Reante Anderl, AK Wien © Sebastian Philipp
AK-Präsidentin Renate Anderl © Sebastian Philipp

Das Leben wird in vielen Bereichen immer teurer – das spüren alle, und in Österreich besonders, vor allem fürs Wohnen und für Lebens­mittel. Auf einiges kann man verzichten, aber steigende Preise betreffen auch Bereiche, in denen man einfach nichts einsparen kann: Miete, Strom, Treibstoff – da hat man keinen Spielraum, die Kosten fallen regelmäßig an.
 
Die AK hat gemeinsam mit dem ÖGB schon lange Schritte gegen die Teuerung gefordert – und die Bundesregierung überzeugt, einiges umzusetzen. Aber die Geld­börsen und Konten der Menschen zeigen: Das reicht noch nicht, da muss noch mehr kommen.

Wir – AK, Gewerk­schaften und Betriebs­rät:innen – fordern nicht nur von der Politik Maßnahmen gegen steigende Preise. Wir unter­stützen unsere Mitglieder, unsere Kolleg:innen in den Betrieben, bei knappen finanziellen Mitteln auch mit ganz konkreten Angeboten: Mit dem AK-Altbaumieten-Check schauen wir genau, was Vermieter:innen verlangen – und holen zu viel berechnete Mieten zurück. 

Zu hohe Gebühren in Fitness­centern, unrecht­mäßige Klauseln in Handyverträgen, zu hohe Bankgebühren – im Konsument:innenbereich holen wir vieles heraus.

Freizeit­aktivitäten werden für viele zu teuer, auch hier haben wir Angebote, zum Beispiel Betriebssport oder kostenfreie Kultur- und Sport­angebote im Rahmen von „Summer in the City“.

Angebote von AK, Gewerk­schaften und Betriebs­rät:innen sind wichtige Services für unsere Mitglieder. Sie ersetzen aber nicht eine Politik, die ein gutes Leben für alle Menschen im Land möglich macht.

Zur Person

Renate Anderl ist Präsidentin der AK Wien und der Bundesarbeitskammer.